wiener Leichtathletikverband

Ein Internationales WLV Hallenmeeting ohne Bolt und Gatlin
03.02.2018

Österreicher gewinnen die 60 Meter und 200 Meter Läufe. Starke slowakische Konkurrenz über die längeren Distanzen.


von Benjamin Poller


Markus Fuchs siegte im 60 Meter Rennen in 6,74 Sekunden. Er meinte danach: „Einerseits bin ich zufrieden, weil ich mich von Woche zu Woche immer gesteigert habe und jetzt ist das für mich natürlich wieder Season Best - aber ich glaube, dass ich momentan einfach schon mehr drauf hätte.“

 

Sein weibliches Pendant hieß Alexandra Toth, die nach 7,48 Sekunden ins Ziel kam und ihre Leistung als „halbwegs gut“ einschätzte. Der Grund: „Der Start war heute schlecht.“

 

Eine mehr als „halbwegs gute“ Performance zeigte Toth über die 200 Meter: Sie gewann ihren Lauf mit Respektabstand – die Zeit von 24,30 Sekunden konnte auch keine Starterin der anderen Läufe unterbieten.

 

Den 200 Meter Lauf der Männer entschied Andreas Meyer für sich. Seine 22,39 Sekunden waren für die Konkurrenz zu stark. Dabei ließ er sich auch von einem Fehlstart des Slowenen Luka Kuzma nicht irritieren.

 

Ebenfalls zu schnell für die Konkurrenz lief Bettina Bachl. Die Österreicherin setzte sich im 3.000 Meter Lauf vor einem slowakischen Trio durch. Sie habe bis kurz vor dem Rennen nicht damit gerechnet, da sie die anderen Teilnehmerinnen nicht einschätzen habe können: „Das macht es voll spannend.“

 

Im 3.000 Meter Lauf der Herren war sogar ein slowakisches Quartett am Start – hier klappte es auch mit einem Sieg durch Peter Kovac. Ihm gelang eine Punktlandung: „Der Plan waren 8:45 Minuten und das war auch die Endzeit“, meinte er. Für ein beeindruckendes Bild sorgte Emil Bezecny (Jahrgang 2004). Der jüngste und kleinste Teilnehmer im Feld belegte den zweiten Platz hinter Kovac.  

 

Ein tolles Bild bot sich den Zuschauern auch beim Zieleinlauf des 800 Meter Rennens der Frauen. Den konnte die Ungarin Kriszta Koszas mit drei Hundertstel Vorsprung vor Laura Ripfel für sich entscheiden. Ripfel hatte das Gefühl, Koszas noch überholen zu können, „aber sie ist auch sehr gut gesprintet“.

 

Der männliche 800 Meter Sieger hieß Alexander Jablokov. „Für mich war es ein Training“, meinte der Slowake, „weil wenn ich zu gestresst bin, laufe ich nicht gut.“

 

Usain Bolt und Justin Gatlin gingen im Ferry Dusika Stadion nicht an den Start. Sie standen auf der online einsehbaren Startliste des 200 Meter Laufs – hätten aber sowieso nur Außenseiterchancen gehabt. Die Favoritenrolle hätte demnach einem Läufer aus der Slowakei gehört. Er war mit einer Zeit von 19,00 Sekunden gemeldet.

 

Alle Ergebnisse finden Sie hier.